15. April - 3. Juni 2012
Menschen im Alltag bilden das bevorzugte Motivrepertoire der Kölner Künstlerin Kirsten van den Bogaard, wobei ihre Malerei durch die Visualisierung des Zufälligen und Augenblickhaften geprägt ist: Menschen beim Einkaufen, Spazieren oder Telefonieren. Sie stehen, hasten oder schreiten. Auf eine Schilderung eines architektonischen oder landschaftlichen Umfeldes wird verzichtet, und der Betrachter dadurch zur „Ausmalung" dieser unspektakulären Alltagsszenen in seiner Phantasie eingeladen. Das Miteinbeziehen des Betrachters erzielt die Künstlerin auch durch ihr Leitmotiv der Rückenfigur, das zugleich die Anonymität der dargestellten Menschen betont.
In fotorealistischer Manier malt Kirsten van den Bogaard mit Acrylfarbe ihre Alltagsmotive auf hochglanz-lackierten Aluminiumplatten, in denen sich Betrachter und seine Umgebung vage spiegeln. Der Betrachter beobachtet und erkundet sich selbst.
Deutliche Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten zu dieser Malerei zeigt die Kunst von Jan Scharrelmann. Im Kontrast zur konkreten Figürlichkeit der Malerin entwickelt Scharrelmann abstrakte Farbraumkörper, die zumeist aus Styropor zusammengefügt sind. Farblich gefasst werden diese skulpturalen Objekte durch in Epoxidharz gebundene Pigmente, die in ihrer Leuchtkraft, ihrem Glanz und in der Spiegelung ihrer Oberfläche immaterielle Farbräume entstehen lassen.
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