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Aktuelles

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Realitaet und optisches Event, Fotografie, analog und digital

bearbeitet. Fassaden, Struktur, Form, Farbe diese

Schlagworte stehen fuer die ueberraschenden Arbeiten in dieser

Ausstellung. Ausgehend von geometrischen Formen der

Haeuserfassaden und anderer architektonischer Ansichten

entwickelt Tine Holterhoff kontrastreich und farbintensiv

Arbeiten, die den Betrachter ins Staunen versetzende Blicke

auf unser aller Umgebung freigeben. Tine Holterhoff, geboren

in Cloppenburg, Studium der Kunstgeschichte, Paedagogik und

Soziologie in Koeln, lebt und arbeitet ebendort.

Zur Ausstellungseroeffnung am

Sonntag, dem 24. 09. 2017

um 11.30 Uhr

in der KunstHalle im Cloppenburger Kulturbahnhof laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

 

 

So oder so

Tine Holterhoff
24. September bis 1. November 2017, Kunsthalle im Kulturbahnhof, Cloppenburg

 

Tine Holterhoff findet in ihren Architekturfotografien die Schönheit der Struktur. Unscheinbare Häuserfassaden werden durch ihren Blick zu vibrierenden Oberflächen und ornamentalen Mustern. Die Ausstellung „So oder so“ in der Kunsthalle im Kulturbahnhof in Cloppenburg versammelt rund 50 Arbeiten der in Köln lebenden Fotografin, die den Betrachter zum Nachdenken über das Sehen und über visuelle Wahrnehmungsprozesse anregen. 

Es sind Bauwerke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, denen wir in Tine Holterhoffs Fotografien begegnen. Das wichtigste Strukturprinzip dieser Architekturen ist die Wiederholung des Einzelmotivs, bei dem es sich beispielsweise um Fenster, Balkonbrüstungen, Mauerwerk oder Pfeiler handeln kann. Zusammen mit Licht und Schatten bilden diese Elemente einen Rhythmus, den Tine Holterhoff in ihren Werken präzise einzufangen vermag. Dabei täuschen die von der Fotografin geschickt gewählten Perspektiven und Ausschnitte über tatsächliche Dimensionen und Proportionen hinweg. Durch die Wiederholung der einzelnen Bauelemente entstehen prägnante grafische Muster, die wiederum neue Bildräume schaffen. 

Die Transformation der dreidimensionalen Architektur in das zweidimensionale Medium bedeutet keinesfalls eine Reduzierung, sondern birgt im Gegenteil neues kreatives Potential. Und so verwundert es nicht, dass Tine Holterhoff noch einen zweiten Zugang zur Architekturfotografie gefunden hat: Durch grafisches und farbliches Verfremden ihrer digitalen Bilder lässt sie die klaren Strukturen zum Teil fast bis zur Unkenntlichkeit verschwinden. Es entstehen abstrakte Bilder von malerischer Qualität, die zwar wie vollkommen eigenständige Werke wirken, jedoch stets auf eine konkrete Vorlage zurückzuführen sind.

Und so laden die Werke Tine Holterhoffs nicht nur dazu ein, den Weg von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion nachzuvollziehen und über die Wirkung von Formen und Farben nachzudenken. Sie schärfen auch den Blick für die Schönheit geometrischer Strukturen, die sich überall in unserer unmittelbaren Umgebung entdecken lassen können.